Messnerhof Lagrein Riserva 2015

Steckbrief Messnerhof Lagrein Riserva
| Art: | Rotwein |
|---|---|
| Erzeuger: | Messnerhof |
| Rebsorte: | Lagrein |
| Qualität: | DOC |
| Jahrgang: | 2015 |
| Geschmack: | würziges Bukett, Beerenfrucht, exzellente Struktur |
| Alkoholgehalt: | 14,0% Vol |
| Füllmenge: | 0,75 Liter |
| Hersteller: | Messnerhof | Bernhard Pichler | St. Peterweg 7 | 39100 Bozen | Italien |
| EAN: | 8056518260506 |
| Allergenhinweis: | enthält Sulfite |
| Bewertungen: | ✶✶✶✶✶ | Lieferung bei heutiger Zahlung: 19.10.-20.10.26 |
Preis Messnerhof Lagrein Riserva DOC 2015

Beschreibung Messnerhof Lagrein Riserva
Messnerhof Lagrein Riserva Südtirol ist neben dem Lagrein Riserva des Happacherhof einer der allerbesten, die ich in den vergangenen Jahren probiert habe. Die Verbindung der Weine der staatlichen Weinbauschule Happacherhof, wo Bernhard Pichler als Ausbilder tätig ist, zum Messnerhof sind enger verwoben als man auf den ersten Blick denkt.
Der Messnerhof gehört Bernhard Pichler selbst und hier kann er in seinem persönlichem Freiraum all das umsetzen, was ihm unter der staatlichen Reglementierung nicht möglich ist. Vielleicht auch deshalb verfügen diese Wein über noch mehr Ausdruck und Typizität. Der Messnerhof ist ein sehr kleines Weingut mit nur 2,9 Hektar Weinbaufläche, mit dem er sich auf hochwertige und sortentypische Weine verschrieben hat. Es liegt in St. Peter im klassischen Magdalenergebiet am Stadtrand von Bozen, in dem nachweislich seit etwa 2500 Jahren Wein erzeugt wird. Der Messnerhof ist eines der ältesten Gehöfte in St. Peter und befindet sich seit etwa einem Jahrhundert in Familienbesitz. Bis in die frühen 50er Jahre wurden die Trauben am Betrieb selbst zu Wein verarbeitet, durch die zunehmende Zentralisierung wurde der Betrieb in der Folge aber zu einem reinen Traubenproduzenten.
Für Bernhard Pichler war es allerdings schon ein Kindheitstraum, die Weinproduktion vom Pflanzen der Rebe bis zur Abfüllung des Weines selbst zu gestalten und in die Hand zu nehmen. Seit dem Jahr 2003 ist es endlich so weit. Mit dem Ausbau einer kleinen Produktion wurde wieder der erste Schritt in die Selbständigkeit und ursprüngliche Tradition des Messnerhof gewagt.
Die Trauben wachsen durchwegs in absoluten Steillagen von 30 bis 60 Grad, und damit an solch exponierten Steillagen die mit Maschinen kaum mehr zu bewirtschaften sind. Weil sich alle Großbetriebe für solche intensiv zu bearbeitende Lagen nicht interessieren, ist Bernhard Pichler in einer ausserordentlich guten Situation. 60 Grad Steillage - diese Rebstöcke sind tief verwurzelt, gegen fast alle Unbillen der Gezeiten schützt und nehmen auch noch den allerletzten Sonnenstrahl und Mineralik des Bodens auf.
Im Bukett mit einer sehr dichten konzentrierten Struktur und dem Duft von eingemachten Sauerkirschen, schwarzen Beeren und auch ein wenig Zwetschgen mit etwas bitterschokoladiger Holzwürze, hwürzigen Kräutertönen und Waldfrucht. Am Gaumen dicht und saftig, aber auch schokoladig, mit feinem harmonischem und sortentypischem Tannin, viel Kraft und Schmelz am Gaumen. Von diesem Wein werden insgesamt für den weltweiten Verkauf nur rund 3000 Flaschen abgefüllt, kommen Sie hier bitte nicht zu spät. Das Preis Leistungsverhältniss ist überragend gut.
Das Weingut Messnerhof hat eine Weinbaufläche von nur 2,9 hektar. Es liegt an einem sonnigen Südwesthang auf etwa 350 m Meereshöhe. Der Boden besteht aus einem lockeren und leicht erwärmbaren Verwitterungsgestein einer Porphyrmoräne, die während der letzten Eiszeit vor etwa 10.000 Jahren aufgeschichtet wurde. Der hohe Mineralgehalt des Ausgangsgesteines verleiht den Weinen eine mineralische Note und trägt zu deren Langlebigkeit bei. Der Hang hat eine Neigung von 30 bis über 60 %, was nur eine sehr geringe Mechanisierung zulässt. Dafür aber hat die Sonne einen idealen Einstrahlungswinkel, was der Weinqualität sehr zugute kommt. Das Durchschnittsalter der Reben beträgt ca. 45 Jahre. Die ältesten Weinberge sind im Jahre 1930 bepflanzt worden, und damit tief in den Steillagen verwurzelt.
Der Betrieb verfolgt das Ziel nur jene Rebsorten zu pflanzen und jene Weine zu erzeugen, die unter den natürlich gegebenen Vorraussetzungen die absolut beste und typischste Qualität erreichen. Es gilt daher, für die jeweiligen Kleinlagen die richtigen Rebsorten und Bewirtschaftungsmethoden zu finden und weiterhin zu pflegen. Das Weingut hat dabei das Glück auf Rat und Tat des Seniorchefs zurückgreifen zu können, der den enormen Erfahrungsschatz aus über einem halben Jahrhundert an Beobachtungen aus der Weinbergsarbeit mit einbringt.
Bernhard Pichler absolvierte seine Ausbildung nach dem Abschluss der Oberschule für Landwirtschaft ein einjähriges Praktikum im Weinbaugebiet Franken in Deutschland. Anschließend besuchte er die Technikerschule für Weinbau und Kellerwirtschaft in Veitshöchheim, seit 1995 ist er als Lehrer für Kellerwirtschaft und als Kellermeister an der Oberschule für Landwirtschaft in Auer tätig.
Am Weingut Messnerhof werden die traditionellen Bozner Rebsorten Vernatsch und Lagrein angebaut. Aber auch die Sorten Merlot und Cabernet Sauvignon, die schon seit über einem Jahrhundert im Bozner Talkessel heimisch sind, haben am Messnerhof ihren Stellenwert und erzielen teils sensationelle Ergebnisse. Zusätzlich werden noch kleinere Mengen an Syrah, Petit Verdot und Tempranillo angebaut.
Es werden ausschließlich Trauben aus eigener Produktion so schonend wie möglich direkt am Betrieb zu Wein verarbeitet und abgefüllt. Je nach Weintyp erfolgt der Ausbau entweder im Edelstahlbehälter oder im Holzfass. Die Erzeugung von ausdrucksvollen Weinen, die ihren eigenständigen Sorten-, Lagen- und Jahrgangscharakter bewahren ist das hohe Ziel, das in den meisten Fällen in beeindruckender Art und Weise erzielt wird.
Zwar sind die Weine des Messnerhof nicht Bio zertifiziert (die offizielle Bio Zertifizierung ist nicht nur sehr teuer, wie in deutschen Amtsstuben wiehert auch dort der Amtsschimmel in allen Tonlagen) doch glaube ich nicht dass Bernahrd Pichler auch nur ein gramm Chemie einsetzt. Gerade dieser Lagrein Riserva und der Belleus zählen für mich zu den 10 besten Rotweinen aus Südtirol.







